Homepage des SV Hötensleben - 1996-2001

 

Das Spieljahr 1996/97

Hötensleben war aus der Bezirksliga in die Bördeliga abgestiegen.Die Bördeliga entstand, als die Altkreise Oschersleben und Wanzleben zum Bördekreis fusionierten. Sie erwies sich von Anfang an als eine sehr spiel-und kampfstarke Leistungsklasse. Das war natürlich auch kein Wunder, denn in ihr waren die stärksten Mannschaften der beiden ehemaligen Kreise vertreten. Alle Bördekreismeister spielten nach ihrem Aufstieg in die Landesklasse dort bisher eine gute Rolle. Absteiger aus der höheren Klasse hatten es schwer, in der Bördeliga sofort wieder Fuß zu fassen. Bisher gelang noch keiner Mannschaft die sofortige Rückkehr in die Landesklasse.

Lange Anlaufzeit, bitteres Lehrgeld
In der Bördeliga traf der SV Hötensleben auf den SV Altenweddingen II, Harbker SV Turbine, SV Hohendodeleben, Ummendorfer SV, Sturm 07 Großalsleben, Eilsleber SV, Teutonia Siegersleben, TSV Wefensleben, Germania Kroppenstedt, Traktor Dreileben, Oschersleber SC II, TSV Hadmersleben, Barneberger SV Rot- Weiß.

Die Mannschaft des SV Hötensleben brauchte nach ihrem Abstieg aus der Bezirksliga eine längere Anlaufzeit, ehe sie sich in der Bördeliga etablieren konnte. Offensichtlich hatte man einerseits die Gegnerschaft unterschätzt und andererseits nicht damit gerechnet, dass jede Mannschaft gegen die einstmals renommierten Hötensleber ihre eigene Leistungsfähigkeit unbedingt unter Beweis stellen wollte.

Umstellung fiel schwer
Dem SVH fiel zunächst auch die Umstellung auf die kampfkräftige und teilweise auch robuste Spielweise nicht leicht, er verstand es nur selten, sein eigenes Spielkonzept durchzusetzen. Im Spieljahr 1996/97 musste die Mannschaft bitteres Lehrgeld zahlen. Lange Zeit sah es so aus, als ob ein weiterer Abstieg folgen würde. Erst in der Schlussphase gelang es der Mannschaft, das Abstiegsgespenst endgültig zu bannen.

Das Spieljahr 1997/98
Das zweite Spieljahr in der Bördeliga verlief in der 1. Halbserie auch nicht wie gewünscht. Im Feld der 14 Mannschaften belegte Hötensleben nach Abschluß der Hinrunde mit 13 Punkten und 16:20 Toren nur den 10. Tabellenplatz. Der Rückstand zum Herbstmeister Ummendorfer SV betrug sage und schreibe 21 Punkte.

Steigerung in der Rückrunde
In der zweiten Halbserie, die Trainingsleitung hatte inzwischen Ulf Schickerling übernommen, steigerte sich die Mannschaft dann aber, so dass in der Schlussabrechnung mit 36 Punkten (47:36 Tore) der 6.Platz eingenommen werden konnte. Bördekreismeister und damit Aufsteiger in die Landesklasse wurde der Ummendorfer SV (66Punkte/71:27 Tore), der unter der Trainingsleitung von Kurt Zielinski eine beachtliche Entwicklung genommen hatte. Auf die Plätze zwei und drei kamen der TSV Hadmersleben (58/66:29) und der Eilsleber SV (44/ 64:49). Absteigen musste Traktor Dreileben (22/41:61).

Das Spieljahr 1998/99
Mit Beginn der Saison ging der SVH in sein drittes Bördeliga-Jahr. Bald zeigte sich, dass die Mannschaft „zugelegt“ hatte, denn in der 1. Halbserie erreichte sie unter anderem nach guten Leistungen Siege gegen Eilsleben (2:1), Barneberg (5:1) und den Spitzenreiter Harbke, der auf eigenem Platz durch ein Tor von Mario Borchardt mit 0:1 unterlag.
Hinter dem Herbstmeister Harbker SV Turbine (30/40:20) und dem TSV Hadmersleben (27/29:11) erreichte Hötensleben den 3. Tabellenplatz (25/36:19).

Aufwärtstrend setzte sich fort
Auch in der zweiten Halbserie wies Hötensleben nach, dass die Mannschaft auf dem richtigen Weg war. Erfolge gegen Eilsleben (3:1), Siegersleben (3:2), Hohendodeleben (8:0) und Neubau (11:2) bestätigten den sichtbaren Aufwärtstrend. In der Top-Begegnung des 20.Spieltages trennten sich Hötensleben und Hadmersleben vor 300 Zuschauern 2:2–Unentschieden. Räke und Müller erzielten die Treffer für den TSV, für die Gäste traf Christian Pollex zweimal.

Am Ende auf Platz 3
Den Bördekreismeistertitel holte sich verdient der Harbker SV Turbine (66/ 92:37). Die Schützlinge des Trainergespannes Heinz Heger und Michael Müller verwiesen den TSV Hadmersleben (58/66:29) und den SV Hötensleben (52/ 80:37) auf die Plätze zwei und drei. Der SV Neubau verabschiedete sich aus der Bördeliga, denn 22 Punkte reichten nicht zum Klassenerhalt.

Das Spieljahr 1999/2000
Im Jahrtausendwende-Spieljahr bot der SV Hötensleben die beste Leistung in seiner gesamten Zeit der Bördeliga-Zugehörigkeit. Mit 61 Punkten aus 26 Spielen holte sich die Mannschaft mit drei Punkten Vorsprung vor dem starken Eilsleber SV den Fußballmeistertitel des Bördekreises. Nach vierjähriger Abstinenz kehrte Hötensleben damit wieder auf die „Fußball-Landesbühne“ von Sachsen-Anhalt zurück.

Spannende Schlussphase
Die letzten sieben Spieltage gab es zwischen dem SVH, Eilsleben, Siegersleben und Hadmersleben ein spannendes Rennen um den Meistertitel, das an Dramatik kaum noch zu überbieten war. Der SVH aber bewies Nervenstärke und Cleverness und verteidigte seinen Vorsprung von drei Punkten bis zum letzten Spieltag. Mit dem Torverhältnis von 84:24 (Trefferquote 3,2 je Begegnung) erwies sich der SVH als die Mannschaft mit dem erfolgreichsten Angriff und der stabilsten Abwehr.

Glücksgriff Trainer Schickerling
Die Verpflichtung von Ulf Schickerling als Trainer vor drei Jahren hatte sich als Glücksgriff erwiesen, denn er brachte das Hötensleber „Fußballschiff“ so nach und nach wieder auf den richtigen Kurs. Die Mannschaft legte in allen Bereichen zu und erreichte vor allen Dingen eine beachtliche Leistungskonstanz.